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Amper Kliniken AG

Vier Operationen, 59 Tage in der Klinik: Mädchen aus Angola am Klinikum Dachau

Angolanisches Mädchen nach zwei Monaten am Klinikum Dachau zurück im „Friedensdorf“

18. Juli 2012. Nach 59 Tagen am Klinikum konnte die kleine Jay aus Angola am Mittwoch wieder zurück ins „Friedensdorf“ fahren. Vier Operationen hat das elfjährige Mädchen in dieser Zeit hinter sich gebracht. „Ich freue mich, dass Jay nun mobiler ist und vor allem wieder lacht“, so Professor Michael Scherer, der das Mädchen medizinisch betreut hat. Denn Jay war ein schwerer Fall: Vor gut zwei Jahren brach sie sich Hüfte, Oberschenkel und Knie. Seitdem lag sie in einem angolanischen Krankenhaus und konnte das Bett nicht verlassen. Das Bein war in einer absurden Fehlstellung zusammengewachsen, eine massive Infektion der Knochen mit einer offenen Wunde bereitete dem Mädchen zusätzlich große Schmerzen. Als Jay vom Friedensdorf nach Dachau kam, stand Scherer vor zwei Alternativen: Das Bein unter der Hüfte zu amputieren oder den Oberschenkel mit körpereigenem Gewebe neu zu konstruieren. Scherer und sein Team entschieden sich für die letztere Variante. Noch sitzt Jay im Rollstuhl und an ihrem Bein prangt ein „Fixateur extern“, ein Metallgerüst vom Oberschenkelkopf bis zum Sprunggelenk. „Den entfernen wir noch, bevor Jay dann endgültig wieder nach Angola zurückkehren kann“, so Scherer. Doch schon jetzt sei aus dem traurigen Mädchen, das zwei Jahre in Krankenhausbetten liegen musste, ein fröhliches Kind geworden, das mit seinem Rollstuhl die Station unsicher machte. Auch erste Gehversuche mit Krücken konnte Jay schon erfolgreich meistern. „Ich bin zuversichtlich, dass sie in Zukunft wieder laufen kann“, so Scherer.

In den zwei Monaten am Klinikum Dachau wurde Jay vom gesamten Team der Station liebevoll betreut. Engen Kontakt hatte sie zu den Physiotherapeuten Philipp Brunner und Antonia Klein und zu Schwester Amelia, die auch portugiesisch spricht – der Muttersprache des Mädchens. „Gerade vor den Operationen hat Jay geweint, da sind wir dann nach draußen gegangen und haben Blumen gepflückt“, erzählt Brunner. Die größte Unterstützung für Jay war jedoch Miguel Valter. Der Portugiese kam jeden Tag eigens aus München ans Klinikum, um ein paar Stunden mit Jay zu verbringen. Er spielte mit ihr, leistete ihr Gesellschaft bei den Mahlzeiten und gemeinsam unternahmen sie ab und zu kleine Ausflüge. Manchmal begleiteten ihn auch seine Kinder. Er wird Jay vermissen: „Aber wenn sie zur Entfernung der Metallschiene kommt, komme ich auch wieder!“, verspricht er. Und auch das Team der Station freut sich auf das Wiedersehen.

Jay ist bereits das dritte Kind von Friedensdorf, das in diesem Jahr am Klinikum Dachau behandelt wurde. Die Kosten für den Klinikaufenthalt und die Operationen trägt die Amper Kliniken AG.


RHÖN-KLINIKUM AG
Annette Ostwald
Büro Dachau
Krankenhausstraße 15
85221 Dachau
Tel. 08131/76 – 533
annette.ostwald@rhoen-klinikum-ag.com

 

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